Dachrandabschluss

Entscheidend für eine bautechnisch sichere Abdichtung des Dachrandes ist unter anderem der Dachrandabschluss.

Laut den Vorschriften gemäß Flachdachrichtlinien ist an Dachkanten von Dachabdichtungen ein Randabschluss erforderlich. Dies gilt zumindest in den Bereichen ohne Dachrinne.

 


Dachrandabdeckungen und -abschlussprofile

Es lässt sich unterscheiden zwischen:

  • Dachrandabdeckungen und
  • Dachrandprofilen

Je nach Konstruktion des Dachrandes eignen sich entweder Dachrandabdeckungen oder Dachrandprofile.

Dachrandabdeckungen werden meist aus mehrfach gekanteten Metallblechen hergestellt. Mit einer Dachrandabdeckung kann der Abschluss der Attika an Dachrändern mit Aufkantung ausgebildet werden. Dachrandprofile bestehen aus Halter, Blenden und Stützblech. Damit kann auch bei Dachrändern ohne Aufkantung der Abschluss ausgeführt werden. 


Abdichtung am Dachrand

Die Höhe der Abdichtung orientiert sich an der Dachneigung:

  • Dachneigungen bis 5° (bzw. 8,8 %): Höhe des Dachrandabschlusses min. 10 cm
  • Dachneigung > 5° (bzw. über 8,8 %): Höhe min. 5 cm über Oberfläche Belag bzw. Kiesschüttung

Bei Dächern mit Bekiesung, Begrünung und anderen Belägen gilt jeweils die Oberkante der letzten Schicht als Ausgangsmaß.


Tropfkante

Bei der Dachrandabdeckung sind die Mindest-Auf- und Abkanthöhen zu beachten. Je nach Gebäudehöhe muss die Ansicht den oberen Rand von Putz oder Bekleidung mindestens 50 mm überdecken. Die Tropfkante muss 20 bis 40 mm Abstand vom Bauwerk haben.

Tabelle 1: Tropfabstand und Abkantung

 Gebäudehöhe (m) Tropfabstand (mm) Abkantung (mm)
< 8 20 50
8 - 20 30 80
> 20 40 100


Gefälle

Attiken benötigen einen dauerhaften Witterungsschutz in Form von Abdichtungshochzügen und Abschlüssen. Dieser wird meist durch sogenannte Attikaverblechungen geschützt. Die horizontale Abdeckung auf Attiken mit Blech müssen ein Gefälle von mindestens 3° haben. Dadurch wird das Niederschlagswasser auf die Dachfläche geleitet.


Unterkonstruktion

Um die Dachrandabdeckung ausrechend befestigen zu können, ist eine Unterkonstruktion notwendig. Auf dieser werden Halter oder Vorstoßbleche befestigt, in welche die Blechabdeckung eingehängt wird.

 

Als Unterkonstruktion für die Attikaabdeckung können Holzbohlen verwendet werden. Ist jedoch Brandschutz gefordert, so muss auf andere Materialien zurückgegriffen werden. Des weiteren ist zu beachten, dass der mögliche Einfluss von Feuchtigkeit auf die Unterkonstruktion den Holzwerkstoff auf dauer negativ beeinträchtigen kann. In manchen Fällen ist somit ein verrottungsbeständiger und feuchtebeständiger Montageuntergrund zu empfehlen.


Befestigerabstände

Weiter ist zu beachten, dass der Dachrandabschluss den üblicherweise zu erwartenden Windlasten standhält. Eine entsprechende Befestigung der Abdeckung, ihrer Teile sowie der möglicherweise verwendeten Randbohlen ist sicherzustellen. 

 

Es gelten folgende Befestigerabstände gemäß der Flachdachrichtlinie:

 

Tabelle 2: Befestigerabstände

  Befestigerabstände
 Gebäudehöhen  bis 10 m   
10 bis 18 m
18 bis 25 m

Holz auf Beton

verz. Schrauben d = 8 mm + Dübel

Auszugswert Fz,d = 2,70 kN

1,00 m  0,66 m 0,50 m

Holz auf Porenbeton

verz. Schrauben d = 8 mm + Spezialdübel

Auszugswert Fz,d = 0,50 kN

0,90 m 0,50 m 0,25 m

Holz auf Profilblech d = 0,88 mm

verz. Schrauben d = 6 mm

Auszugswert Fz,d = 0,90 kN

0,60 m 0,50 m 0,33 m

Holz auf Vollholz

verz. Schrauben d = 8mm

Auszugswert Fz,d = 0,33 kN

0,33 m 0,25 m 0,20 m